In aller Regel erfolgt der Einstieg in das faszinierende Hobby „Motorboot“ über Freunde und Bekannte. Einsteiger fangen dann, und das ist auch sehr sinnvoll, in 90 Prozent aller Fälle erst einmal klein an, also mit Booten zwischen fünf und sieben Metern Länge.

Der Einstieg ist auch gar nicht schwer: Sogar ohne Führerschein darf man – bis auf wenige Ausnahmen (Rhein und Bodensee) – Motorboote fahren, die nicht über eine Motorisierung von mehr als 15 PS verfügen. Wer die Lizenz „in der Tasche“ hat, kann unter einer Vielzahl von Modellen auswählen und hat auf dem Neu- wie auch auf dem Gebrauchtboot-Markt die Qual der Wahl. 

Motorboot Typen:

Vom kleinen offenen Sportboot bis zur veritablen Yacht gilt es nicht nur, verschiedene Rumpfformen, Baumaterialien und Antriebssysteme  auszuwählen, sondern auch die passende Konfiguration für sich zu finden – mit oder ohne Kabine, Walkaround oder Bowrider, Verdränger oder Gleiter?

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Ganz grundsätzlich unterscheidet man Motorboote durch drei gängige Typen:

Verdränger, die das Wasser lediglich zur Seite schieben, egal wie schnell sie unterwegs sind. Solche Boote ab etwa sieben Meter Länge gelten als sehr seetüchtig, sind allerdings relativ langsam unterwegs.

Bewegt sich ein Verdränger durch das Wasser, ändert sich bei schnellerer Fahrt die Menge des dabei verdrängten Wassers nicht in signifikanter Weise.

Anders ausgedrückt: Der Rumpf wird sich nie an die Oberfläche heben, sondern wird sich durch das Wasser hindurch bewegen und dabei große Mengen zur Seite drücken.

Die Vorteile dabei sind die Tendenz zu sparsamem Kraftstoffverbrauch bei langsamer Fahrt und die Möglichkeit, relativ zur Bootslänge kleinere Maschinen zu verwenden.

Der Nachteil ist die langsamere Geschwindigkeit im Vergleich zu anderen Rumpftypen. Wenn man also weiß, dass man nie besonders viel Zeit für das Hobby „Motorboot“ hat, aber möglichst viel von seinem Revier sehen möchte, ist ein Verdränger wahrscheinlich nicht die geeignete Wahl. 

Halbgleiter heißen Boote, die bei zunehmender Geschwindigkeit ihren Rumpf zum Teil aus dem Wasser heben. Im Gegensatz zum Verdränger, der das Wasser am Bug lediglich “zerschneidet” und seitlich verdrängt, werden beim Halbgleiter Teile des Rumpfs als Auftriebsfläche ausgebildet.

So ist der Halbgleiter in der Lage, seine eigene Bugwelle teilweise zu überholen. Diese Art von Rumpf ist konzipiert, um sich, anders als der Verdränger, bei höherer Geschwindigkeit zum Teil aus dem Wasser zu heben. Dazu werden mehr Kraft und also auch mehr Kraftstoff benötigt, doch im Gegenzug wird auch eine höhere Geschwindigkeit erzielt als von strikten Verdrängerrümpfen.

Sparsamer ist solch ein Halbgleiter natürlich nicht, aber eine effizientere Möglichkeit, um relativ zügig von A nach B zu gelangen.

Gleiter heben sich mit zunehmender Geschwindigkeit aus dem Wasser. Sie fahren an seiner Oberfläche, womit sie den Widerstand verringern und sehr schnell unterwegs sein können.

Damit ein Rumpf in Gleitfahrt kommen kann, muss er so geformt sein, dass er möglichst energiearm auf seine eigene Bugwelle auffahren kann. Das Unterwasserschiff muss dem Wasserwiderstand also möglichst wenig Angriffsfläche bieten und möglichst wenig Wasser zur Seite verdrängen.

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Boote mit solchen Rümpfen heben sich zum größten Teil aus dem Wasser, wenn sie mit großer Geschwindigkeit unterwegs sind.

Im Verhältnis zur Länge des Bootes sind für das Erreichen des Topspeeds relativ starke Motoren notwendig, die einen gewissen Kraftstoff-Verbrauch aufweisen. 

Was ist bei der Motorboot Versicherung zu beachten?

Als Eigner benötigen Sie einen umfassenden Versicherungsschutz, denn die reguläre private Haftpflichtversicherung greift in den meisten Fällen nicht oder nur in einem unverhältnismäßig kleinen Rahmen.

Notfalls haften Sie sogar mit Ihrem gesamten Vermögen. Daher ist es wichtig, für den Ernstfall gut abgesichert zu sein. Die individuellen BAVARIA-Deckungskonzepte der Bootsversicherung bieten Ihnen weltweiten Schutz mit der Yacht-Haftpflichtversicherung und decken Sach- und Personenschäden beim Gebrauch der Yacht großzügig ab – ähnlich einer Kfz-Versicherung für Landfahrzeuge und abgestimmt auf Ihre individuellen Bedürfnisse.

Auch im Falle von schuldhaft verursachten Schäden durch Dritte an Ihrem Schiff sind wir für Sie da! Kann der Unfallgegner den verursachten Schaden nicht zahlen, erhalten Sie umfassenden Schutz durch unsere Ausfalldeckung, die die Kosten der Gegenseite trägt.

Die BAVARIA Allgefahrendeckung bildet den Rahmen unserer Kaskoversicherung.

Alles ist versichert, was nicht ausdrücklich ausgeschlossen ist. Der Leistungsumfang einer üblichen Vollkaskoversicherung wird damit deutlich erhöht– anders als bei einer Einzelgefahrendeckung, bei der alle versicherten Gefahren einzeln aufgelistet sind. Alles was nicht aufgeführt wird, ist auch nicht versichert. Bavaria AG ist Ihr Versicherungsmakler.