Schlauchboote sind die vielleicht unkomplizierteste Möglichkeit, ein eigenes Boot zu besitzen. Es handelt sich bei den einfachen Modellen um ein aufblasbares Boot, das mit einer vernünftigen Luftpumpe in Minutenschnelle pralles Vergnügen verspricht und sehr leicht zu wassern ist.

Schlauchboote verfügen über einen Schlauch als Außen- bzw. Rumpfsegment. Dieser ist mit Luft gefüllt und hält das Boot somit gut und sicher über Wasser. Das Material des Schlauches besteht entweder aus einem speziellen PVC-Gemisch oder aus Hypalon. 

Das Schlauchboot ist leichter als Boote aus GFK oder gar Stahl oder Aluminium und sehr seitenstabil. Nicht umsonst dienen sie vielen Organisationen und Behörden als zuverlässige Arbeitsplattformen. Bei Gewichtsverlagerungen sorgen die Tragschläuche für so guten Auftrieb, dass sich das Boot nur gering auf die Seite legt. Das gibt Bewegungssicherheit.

Außerdem stabilisieren die Tragschläuche das Boot im Rauwasser und sorgen dafür, dass es nicht zu weit eintaucht. Und: Selbst wenn das Cockpit komplett voll Wasser steht, geben die Schläuche soviel Auftrieb, dass ein Schlauchboot nicht untergeht.

Schlauchboote gibt es heutzutage in sehr vielen unterschiedlichen Formen, Größen und Ausführungen. Die unterschiedlichen Merkmale (Anzahl der Luftkammern, harte Bodenplatte, Motorbefestigung) der Schlauchboot-Typen richten sich in der Regel nach dem Einsatzgebiet beziehungsweise Gewässertyp und nach der Personenzahl, die mit dem Boot befördert werden soll.

Schlauchboot Typen:

Herkömmliche Schlauchboote sind solche mit Einlegeböden. Diese können aus Holz, aus Aluminium oder Kunststoffplatten bestehen, und den Boden versteifen. Darunter findet man einen aufblasbaren Kiel oder Holzsteg, der die untere Bootshaut spannt. So entsteht ein V-förmiger Rumpf, der Fachmann spricht von Aufkimmung, das bietet mehr Rauwasser-Komfort und ist kursstabiler. Allerdings brauchen V-Rümpfe etwas stärkere Motoren. 

Mit einem sogenannten V-Plattenboden, der für gutes Rauwasserverhalten sorgt, erreicht man eine bessere Versteifung. In solchen Booten werden robuste V-förmige Platten mit Stringern eingelegt. Darauf kommt ein klappbarer gerader Boden. Durch die aufwendigere Konstruktion der Boote nimmt der Auf- und Abbau im Gegensatz zu Booten mit aufblasbarem und Latten-Boden mehr Zeit in Anspruch.

Größere Schlauchboote sind meist so genannte Festrumpfschlauchboote. Im Bootsjargon werden sie RIB genannt, wobei RIB für „Rigid Inflatable Boat“ steht. Der Rumpf eines RIBs besteht meist aus glasfaserverstärktem Kunststoff, manchmal auch aus Kevlar oder Aluminium. Der Vorteil dieser Art von Schlauchboot liegt darin, dass sie viel seegängiger ist als ein herkömmliches Schlauchboot. Mit RIBs kann man auch in sehr rauen Bedingungen unterwegs sein. Festrumpf-Schlauchboot können durch den Auftrieb der Luftschläuche auch in schwerer See kenterfrei gefahren werden und sie sind schwer sinkbar. Die größten Formate messen fast bis zu 20 Meter in der Länge. Manche Modelle bieten sogar eine Kabine unter Deck mit Bad, Sitz- und Schlafmöglichkeiten und mitunter gar einer Kochgelegenheit. Die meisten RIBs sind allerdings zwischen sechs und zehn Meter lang und werden oftmals mit Außenbordern motorisiert.

Was ist bei der Schlauchboote Versicherung zu beachten?

Als Eigner benötigen Sie einen umfassenden Versicherungsschutz, denn die reguläre private Haftpflichtversicherung greift in den meisten Fällen nicht oder nur in einem unverhältnismäßig kleinen Rahmen.

Notfalls haften Sie sogar mit Ihrem gesamten Vermögen. Daher ist es wichtig, für den Ernstfall gut abgesichert zu sein. Die individuellen BAVARIA-Deckungskonzepte der Bootsversicherung bieten Ihnen weltweiten Schutz mit der Yacht-Haftpflichtversicherung und decken Sach- und Personenschäden beim Gebrauch der Yacht großzügig ab – ähnlich einer Kfz-Versicherung für Landfahrzeuge und abgestimmt auf Ihre individuellen Bedürfnisse.

Auch im Falle von schuldhaft verursachten Schäden durch Dritte an Ihrem Schiff sind wir für Sie da! Kann der Unfallgegner den verursachten Schaden nicht zahlen, erhalten Sie umfassenden Schutz durch unsere Ausfalldeckung, die die Kosten der Gegenseite trägt.

Die BAVARIA Allgefahrendeckung bildet den Rahmen unserer Kaskoversicherung, welche spezielle auf Ihre Bedürfnisse ausgerichtet, erstellt wird.
Alles ist versichert, was nicht ausdrücklich ausgeschlossen ist. Der Leistungsumfang einer üblichen Vollkaskoversicherung wird damit deutlich erhöht– anders als bei einer Einzelgefahrendeckung, bei der alle versicherten Gefahren einzeln aufgelistet sind. Alles was nicht aufgeführt wird, ist auch nicht versichert.